Die Geschichte 

Anbei finden Sie unsere Firmengeschichte, die viele Jahre bis zur Gründung 1896 zurück geht. Tauchen Sie ein, in eine kleine Zeitreise über Dellbrück, das Areal und die Familie Werheit und deren Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten und im letzten Jahrhundert.

Über Werheit Immobilien GmbH & Co. KG

Bernd Werheit ( † 17.04.2020 ) gründete 2002 die Werheit Immobilien GmbH & Co. KG aus den Firmengrundstücken der Werheit Stahl- und Edelstahlbau GmbH & Co, die auf eine langjährige Tradition zurückblickte. 
Auch heute wird das Familien- und Inhabergeführte Unternehmen in seinem Geiste und gemäß seiner Vision weitergeführt.

Ein Charakterzug des Unternehmens Werheit war es, Spürsinn zu verwirklichen und nicht zu ruhen, bis eine Idee umgesetzt wurde. Dies zeichnete bereits den Patron der Familie aus, als er Ende des 19. Jahrhunderts die Zeichen der Zeit erkannte und sie mittels der Gründung von Werheit für sich nutze: 
1896 wurde die Eisenbahn zwischen Köln und Bergisch Gladbach gebaut - Köln Dellbrück bekam einen Bahnhof. Er zog aus seiner Schmiede in Köln Brück nach Dellbrück. 

Gewerbetreibende ließen sich nieder, ein Villenviertel entstand. Die Häuser brauchten Tore, Gitter für die Gärten, Geländer für Treppen. Er erkannte den Bedarf und die Marktlücke an passablen Anbietern und nutze diese für sich. Er gründete eine Bauschlosserei, später ein Eisenwarengeschäft, in dem seine Ehefrau Katharina - später mit den Söhnen - tatkräftig mitarbeitete. 
Mit dem Handwagen lieferte sie Haushaltswaren nach Köln Mühlheim und Bergisch Gladbach; half ihrem Mann beim Beschlagen der Pferde und griff dort zu, wo Arbeit darauf wartete erledigt zu werden. 

Schnell sprach es sich herum, dass er ein hoch angesehener, fleissiger und vor allem zuverlässiger Arbeiter war und mit der Zeit hatte sich sein Ruf so gefestigt, dass er als Handwerker hoch anerkannt war. Er wurde Vorsitzender des Handwerkervereins Köln-Dellbrück und vergrößerte immer weiter das vielseitige Angebot von Werheit, bildete aber auch Lehrlinge aus, welche sich zu wertvollen Mitarbeitern entwickelten.

Der älteste Sohn Bernhard beschäftigte sich bereits als junger Mann mit den Problemen des väterlichen Betriebes und befasste sich damit, wie eine Werkhalle auszusehen habe. Diese ersten Hirngespinste führten Mitte der 20er Jahre bei seinem Eintritt in den Betrieb zum Bau seiner Halle, die lang vorher durch Skizzen auf dem Blatt entstanden war.
Das zeichnete ihn aus: Immer hatte er einen Stift bei Hand und hielt alle Ideen fest, die ihm so einfielen.

Werheit stellte mit der Zeit als erstes Unternehmen der Region Arbeitstische aus lackiertem Stahlblech und verzinnten Backmulden für Bäckereien und Konditoreien her. Es war an der Zeit bei der Erstellung von Backstuben auf Eisen, statt auf Holz zu setzen. Werheit setzte diese Idee schon bald mit seinen Mitarbeiten um. Schubläden und Backmulden mussten mit der Hand feuerverzinnt werden. Diese Arbeiten konnten nur wenige ausführen und der Sohn Bernhard entwickelte eine derartige Fähigkeit, dass es in nur kurzer Zeit gelang das Material Holz zu vertreiben. Sogar im Ausland wurde man aufmerksam. Zu diesem Zeitpunkt führte der Sohn den Betrieb seit 10 Jahren, da sein Vater 1935 verstorben war. 

Während des zweiten Weltkriegs konnte Bernhard ein sehr großes Grundstück auf der Bergisch Gladbacher Straße erwerben. Erst einmal entstand ein Lager, ein Garten zum Unterhalt der Familie und der Familien der Mitarbeiter. Ende des des Krieges - nach der Währungsreform - erwiesen sich die zuvor akquirieren Bäckereien als die wichtigsten Kunden. Sie waren 1948 die ersten, die wieder Geld zur Verfügung hatten, da jeder einen Teil seines Kopfgeldes zum Bäcker trug. Und die Bäckereien wollten Konkurrenzfähig sein und kauften wiederum bei Werheit. 

Viel zu früh mit nur 61 Hagren starb Bernhard Werheit und so musste sein Sohn sofort nach seinem Studium die Verantwortung für das Unternehmen und die inzwischen große Familie übernehmen.  

Das im Krieg erworbene Betriebsgrundstück wurde jetzt aktiviert: Hallen gebaut, Maschinen gekauft. 

Kundenbedürfnisse wurden aufgenommen und weitergedacht-. Inzwischen nahmen immer mehr Fachhändler die Stellung zwischen den Kunden und dem familiären Betrieb ein und Besuchten Fachmessen im In- und Ausland möglichst alle Kunden vor Ort.

Trends wurden in der Branche von Außen entwickelt. Das neue Medium hier Edelstahl. Beginnend mit den 50er Jahren nahmen die Ansprüche an Lebensdauer, Pflegefreundlichkeit und Hygiene in den Bäckereien, Konditoreien aber auch Metzgereien und in den Großküchen für Krankenhäuser, Hotels, Behörden weiter zu. Und so setzte Werheit vermehrt Edelstahl statt Stahl für die Produktion ein und stellte sich auf die Bedürfnisse ein. 

Das Betriebsgelände musste erweitert werden, entsprechende Maschinen waren nötig, speziell entwickelte Abkantpressen wurden brauchbare Hilfen. Die NC-Technik wurde Bestandteil aller wichtigen Produktionsanlagen. Mitarbeiter wurden gesucht, Gastarbeiter kamen Ende der 50ger Anfang der 60er Jahre auch in den Betrieb und unterstützten die boomende Industrie. 

Selbstverständlich stand die Fertigung im Mittelpunkt. Aber immer mehr hat sich der Umfang der Leistungen erweitert. Die Anforderungen an die Mitarbeiter, die Planung, die Montage und die Logistik wuchsen stetig und längst war nicht mehr nur der rostfreie Edelstahl am Markt, sondern auch Glas, Granit, Edelhölzer, Kunststoffe wurden für dekorative Elemente eingesetzt und verbaut und forderten stetige Schulungen zu den neuen Werkstoffen. 

Spürsinn, Zuverlässigkeit und Unternehmergeist waren die drei Eigenschaften von Werheit, die drei Generationen prägten und den Erfolg garantierten. Das Unternehmen wurde aus der Familienhand gegeben und schloss wenige Jahre später die Türen der Edelstahlproduktion ganz. Mittlerweile bietet der damalige Firmensitz und Produktionsstandort ein zu Hause für viele kleine Handwerksbetriebe. 

Historie - jetzt 125 Jahre

Zum 100 Jährigem Jubiläum der Stahl- und Edelstahl Firma `96 auf dem alten Firmengelände wurde eine Broschüre veröffentlicht, die eine Zeitreise von 1896 -1996 zeigte. 
Heute wären es bereits rd. 125 Jahre.

Das Alte bewahren und in die Zukunft führen 

Luisa Sophia Rudek

Gesellschafter Geschäftsführerin

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